Kritik und Krise des Kapitalismus


Texte von anderen, die wir lesenswert finden.



You can´t get something for nothing

Buchrezension zu: Stefan Frank, Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise, CONTE Verlag 2009,199 Seiten, ca. 20 Euro.

Diese amerikanische Spruchweisheit bringt zwar nicht die Ansprüche an ein befreites Leben jenseits der Zwänge der Warenwirtschaft, dafür aber diese selbst umso besser auf den Punkt. Dass sich Warenwert stur gegen Warenwert austauscht und sich im Laufe dieses Geschäfts trotzdem zunehmend in Luft auflöst, begründet letztendlich das ganze Dilemma des Kapitalismus. [weiterlesen]

Krisengeflüster. Wahre und falsche Ursachen der Finanzkrise

Dieses Jahr wird man den 20ten Jahrestag des Berliner Mauerfalls begehen. Kein vernünftiger Mensch wird einem System nachtrauern, das einst mit dem Versprechen einer besseren Alternative zum Kapitalismus angetreten war und das sich im Laufe seiner Geschichte selbst so sehr diskreditiert hat, dass es mit Schimpf und Schande von der Weltbühne abtreten musste. Trotzdem werden diesmal die Jubelgesänge auf die freie Marktwirtschaft als der angeblich besten aller Welten deutlich leiser ertönen als noch zu Beginn der neunziger Jahre. Denn dass der Kapitalismus Krisen, Kriege und Katastrophen hervorbringt, wird gerade in diesem zwanzigsten Jahr seines scheinbaren weltweiten Triumphes ganz besonders deutlich. [weiterlesen]

Das Gute und die Gier

Ressentiments und Blütenträume regressiver Kapitalismuskritik. Erschienen in konkret 12/2008.

http://www.krisis.org/2008/das-gute-und-die-gier/print

Als Audiovortrag anzuhören bei Radio Nopro - podcast für eine bessere Welt.

http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-1/
http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-2/

Mensch, denk weiter!
Heuschrecken sind keine Erklärung.

Ende 2007 gibt die Gewerkschaft ver.di die Broschüre "Finanzkapitalismus - Geldgier in Reinkultur!"
http://wipo.verdi.de/broschueren/finanzkapitalismus/data/finanzkapitalismus.pdf heraus. Sie erklärt das Finanzkapital in Form der Heuschrecke zum Grundübel des Kapitalismus. Die Finanzkapital AG beim ver.di-Bezirk Stuttgart nimmt dazu kritisch Stellung: "Mensch, denk weiter! "Heuschrecken" sind keine Erklärung."
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/real/insekten.pdf 
Der ver.di-Bundesjugendvorstand fordert, die Broschüre zu entfernen. Es entwickelt sich eine Diskussion, die unter
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/real/insekten.html
dokumentiert ist.

Arbeit und Wachstum für Umwelt ? Nein Danke !

Wir leben in einer Welt voll schreiender Widersprüche. Obwohl heute mit weniger Arbeit denn je wesentlich mehr produziert wird als früher, obwohl also die Voraussetzungen für die freie Entfaltung für jedeN und ein gutes Leben für Alle noch nie so gut waren wie heute – geht es immer mehr Menschen schlechter. Weltweit und zunehmend auch in den so genannten reichen Ländern. Obwohl das Wissen über die Zusammenhänge und Abläufe in Natur, Technik und Gesellschaft noch nie so groß war wie heute, wachsen die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und technologischen Bedrohungen. Viele versinken in Resignation und glauben, man kann ja eh nichts machen. Aber viele andere fi nden sich nicht mit den Zuständen ab und suchen nach Wegen aus der Krise. Das gibt Anlass zur Hoffnung, auch wenn niemand „die Lösung“ in der Tasche hat. Wir übrigens auch nicht. Wir glauben jedoch, dass es für das Vorankommen von entscheidender Bedeutung ist, dass die Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, gründlich die Verhältnisse unter die Lupe nehmen, denen sie entkommen wollen. Dazu wollen wir Diskussionsbeiträge liefern. Hier ist einer. [weiterlesen]

Kapitaler Klimawandel

Alle reden vom Wetter. Wer bei Klimawandel bis dato an vier Jahreszeiten dachte, denkt jetzt schon mal an den Untergang der Welt. Der jüngste UN-Bericht zum Klimawandel hat beachtliche Aufregung verursacht. Nach Jahren postkatastrophischen Bewusstseins, wie es hieß, das Umweltprobleme nicht beseitigen, sondern in Form von Umweltrisiken managen wollte, vertieft sich nun ein Unbehagen, das der Risikodiskurs augenscheinlich nur mehr schwer bearbeiten kann. [weiterlesen]

Crashkurs

Ein Flyer der Gruppe krisis, der kurz und knapp einige wesentliche Aspekte der Krise beleuchtet.

http://www.krisis.org/wp-content/data/gruppe-krisis-flyer-zur-finanzkrise.pdf

Weltmarktbeben

Norbert Trenkle über die tiefer liegenden Ursachen der Finanzmarktkrise.

http://www.krisis.org/2008/weltmarktbeben/print

Fundamentaler Krisenprozess

Was genau gerät da in die Krise und welchen Charakter hat sie? Ein Text von Julian Bierwirth.

http://www.krisis.org/2009/fundamentaler-krisenprozess/print

Die Grenzen des Kapitalismus

Wie wir am Wachstum scheitern.

http://www.social-innovation.org

Manifest gegen die Arbeit

Der arbeitskritische Klassiker der Gruppe krisis.

http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit/print

Gesellschaftlicher Fortschritt heute heißt Aufhebung der Arbeit

Die Krise der Arbeit und die Notwendigkeit ihrer Überwindung.

http://www.trend.infopartisan.net/trd7899/t437899.html

Gefangen in einer heilen Modellwelt

Peter Samol über die Illusion der „Bekämpfung der Massenarbeistlosigkeit qua richtiger Wirtschaftspolitik“ – in diesem Falle verbreitet von Heiner Flassbeck und Friederike Spieker.

http://www.krisis.org/2008/gefangen-in-einer-heilen-modellwelt

Mythos Geld

Andreas Exner entzaubert den Glauben, Geld sei „eigentlich“ eine gute und notwendige Sache.

http://www.krisis.org/2006/mythos-geld-diskussionsanstoss

Geld ist genug da, doch das ist keine Lösung

Wir leben in einer Welt voll schreiender Widersprüche. Obwohl heute mit weniger Arbeit denn je wesentlich mehr produziert wird als früher, obwohl also die Voraussetzungen für die freie Entfaltung für jedeN und ein gutes Leben für Alle noch nie so gut waren wie heute – geht es immer mehr Menschen schlechter. [weiterlesen]

Heuschrecken im Bauch

Lothar Galow-Bergemann über regressiven Antikapitalismus am Beispiel der Linkspartei

http://www.krisis.org/2006/heuschrecken-im-bauch/print

Der Nächste bitte...
Bemerkungen zur aktuellen Durchkapitalisierung des Lebens am Beispiel der Krankenhäuser

Was fällt jemandem ein, der zwar die Folgen seines Tuns kommen sieht (oder doch wenigstens einige davon), aber trotzdem felsenfest davon überzeugt ist, dass er “eigentlich” das Richtige tut? Er kennt nur eine einzige Herausforderung: das Richtige muss auch richtig “gemacht” werden. Alles erscheint nur noch als eine Frage des “Handlings”. Schon immer hatten die Sachwalter des entfesselten Marktes ein vermeintliches Zaubermittel parat, wenn sie mit den Problemen, die ihnen ihr Libidoobjekt beschert hatte, nicht mehr weiter wussten. Sein Name: Management. [weiterlesen]

G und W.
Eine vertrackte Beziehungskiste

Wagen wir doch mal einen heimlichen Blick und schauen uns an, was da so abgeht zwischen dem Gewerkschafter (wir wollen ihn praktischerweise G nennen) und der Wertkritik (nennen wir sie W).
“Duuu”, flüstert W mit gekonntem Augenaufschlag, “also da ist was, was ich Dir eigentlich schon immer sagen wollte. Du meinst ja bei jeder Gelegenheit, Geld sei genug da und es sei nur falsch verteilt. Mein Lieber, das ist ein bisschen naiv. So einfach ist die Welt nicht.”
G bleibt sonderbar zurückhaltend.
W schaut ihm tief in die Augen und flötet: “Du, da wär’ noch was. Deine Auffassung, falsches Management und solche Sachen seien das Problem – also das ist echt voll daneben. Du musst wissen, dass die Wirtschaft im Grunde genommen gar nicht anders kann, als sie tut.”
G brummelt.
W wird mutiger: “Hör mal zu, Dein Glaube, eine andere Politik sei möglich, ist auf Sand gebaut. Du nimmst die ökonomischen Realitäten einfach nicht zur Kenntnis.”
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Der Finanzierungsvorbehalt für den Start ins Leben

Wie würden Sie sich fühlen? Nehmen Sie an, Sie sind Anfang 20. Sie haben ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester fast hinter sich gebracht. Langsam aber sicher geht es in den Endspurt ums Examen. Ein bisschen Bammel gehört dazu, aber in der Hauptsache freuen Sie sich, dass Sie jetzt bald Krankenschwester sind. Sie sind motiviert und wollen loslegen. [weiterlesen]

Selbst-Bewegung statt Auto-Mobi-lismus.
Zur Perspektive einer Bewegung gegen den Mobilis-Muss als emanzipatorischer Praxis

Dass nur noch die Gedanken frei seien und sonst nichts mehr, ist eine Horrorvorstellung. Sollen Kritik und Analyse auf Dauer mehr bewirken, als selbstgenügsame Insassen von Elfenbeintürmen mit Erkenntnis und Gedankenfutter zu versorgen, so müssen sie immer wieder auf ihre Tauglichkeit als Zugang zu Praxis erprobt werden.Wenn so viele Ansätze mit emanzipatorischem Anspruch gescheitert sind und dies mit guten Gründen, so gilt es, daraus lernend nach neuen Ansätzen zu suchen. Im folgenden sollen zwei Thesen belegt werden. [weiterlesen]

Der Krieg gegen die Juden

Warum sich die globale Öffentlichkeit in der ökonomischen Krise gegen Israel wendet. Ein Text von Robert Kurz.

http://www.exit-online.org/druck.php?tabelle=aktuelles&posnr=343

Hinführendes zur Wertkritik
Fünf Thesen zu Kapitalismuskritik und Utopie

Der Grundbaustein des Reichtums der Gesellschaft, in der wir leben, ist die Ware (Marx). Jede Ware hat einen Wert. Während nun im Alltag aus tausenderlei Gründen dem einen dies und der anderen jenes etwas “wert” ist oder auch nicht, so handelt es sich beim Wert einer Ware um etwas ganz anderes. Er ist keine natürliche Eigenschaft, sondern gesellschaftlich hergestellt. Heute, wo ein Arbeiter mit Hilfe der Technik pro Tag einhundert Armbanduhren und mehr herstellt, liegt der Wert einer dieser Uhren weit unter dem früherer Zeiten, wo es allgemein üblich war, daß ein Mensch – sagen wir – in zehn Tagen eine Armbanduhr produziert hat. [weiterlesen]

Die Wirtschaft ist nicht die Lösung, sondern das Problem

Wer von uns kennt es nicht: da hast du lange und geduldig mit einem Mitmenschen über all die Nachteile und schlimmen Folgen des Automobilismus gesprochen. Dein Gegenüber hat immer nur genickt und widerwillig zustimmend gebrummt. Doch plötzlich holt er zum Befreiungsschlag aus und schleudert Dir das ultimative Argument entgegen: es sind die Sprudelkästen, derentwegen mensch leider, leider und natürlich vollkommen wider bessere Einsicht halt doch mit dem Auto fahren muß. Nun, wir waren heute unverschämt genug, auch diese letzte Bastion automobiler Phantasielosigkeit zu stürmen. Wir haben für jeden sichtbar demonstriert: es geht auch anders. Transport autofrei. Das ist nicht nur machbar, das macht auch Spaß. [weiterlesen]

Gesellschaftlicher Fortschritt heute heisst Aufhebung der Arbeit

Wer was gegen die Arbeit hat ist entweder stinkreich oder stinkfaul. Wer gar bezweifelt, daß die Arbeit unabdingbare Grundlage menschlicher Existenz sei will uns sicher auch noch allen Ernstes erzählen, daß wir auf die Luft zum Atmen verzichten könnten. So sagt es uns der gesunde Menschenverstand des Alltagsbewußtseins. Und so sagt es auch die traditionelle linke Sicht auf die Welt. Allerdings nicht, weil sie recht hat, sondern weil traditionelles linkes Denken viel mehr mit dem herrschenden Alltagsbewußtsein zu tun hat, als es selber weiß. Was zu beweisen wäre. [weiterlesen]