Kritik und Krise des Kapitalismus
Texte von anderen, die wir lesenswert finden.
You can´t get something for nothing
Lothar Galow-Bergemann in Streifzüge
47/2009
Buchrezension zu: Stefan Frank, Die
Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise, CONTE
Verlag 2009,199 Seiten, ca. 20 Euro.
Diese amerikanische Spruchweisheit bringt zwar nicht die Ansprüche an
ein befreites Leben jenseits der Zwänge der Warenwirtschaft, dafür aber
diese selbst umso besser auf den Punkt. Dass sich Warenwert stur gegen
Warenwert austauscht und sich im Laufe dieses Geschäfts trotzdem
zunehmend in Luft auflöst, begründet letztendlich das ganze Dilemma des
Kapitalismus.
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Krisengeflüster. Wahre und falsche Ursachen der
Finanzkrise
Lothar Galow-Bergemann: Rede zum Neujahrsempfang der
Aktion 3. Welt Saar am 23. Januar 2009
Dieses Jahr wird man den 20ten Jahrestag des
Berliner Mauerfalls begehen. Kein vernünftiger Mensch wird einem System
nachtrauern, das einst mit dem Versprechen einer besseren Alternative
zum Kapitalismus angetreten war und das sich im Laufe seiner Geschichte
selbst so sehr diskreditiert hat, dass es mit Schimpf und Schande von
der Weltbühne abtreten musste. Trotzdem werden diesmal die Jubelgesänge
auf die freie Marktwirtschaft als der angeblich besten aller Welten
deutlich leiser ertönen als noch zu Beginn der neunziger Jahre. Denn
dass der Kapitalismus Krisen, Kriege und Katastrophen hervorbringt,
wird gerade in diesem zwanzigsten Jahr seines scheinbaren weltweiten
Triumphes ganz besonders deutlich.
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Das Gute und die Gier
Ein Text von Lothar Galow-Bergemann
Ressentiments und Blütenträume regressiver Kapitalismuskritik.
Erschienen in konkret 12/2008.
http://www.krisis.org/2008/das-gute-und-die-gier/print
Als Audiovortrag anzuhören bei Radio Nopro - podcast für eine
bessere Welt.
http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-1/
http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-2/
Mensch, denk weiter!
Heuschrecken sind keine
Erklärung.
Verdi: Heuschreckendebatte
Ende 2007 gibt die Gewerkschaft ver.di die Broschüre
"Finanzkapitalismus -
Geldgier in Reinkultur!"
http://wipo.verdi.de/broschueren/finanzkapitalismus/data/finanzkapitalismus.pdf
heraus. Sie erklärt das Finanzkapital in Form der Heuschrecke zum
Grundübel
des Kapitalismus. Die Finanzkapital AG beim ver.di-Bezirk Stuttgart
nimmt
dazu kritisch Stellung: "Mensch, denk weiter! "Heuschrecken" sind keine
Erklärung."
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/real/insekten.pdf
Der ver.di-Bundesjugendvorstand fordert, die Broschüre zu entfernen. Es
entwickelt sich eine Diskussion, die unter
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/real/insekten.html
dokumentiert ist.
Arbeit und Wachstum für Umwelt ? Nein Danke !
Lothar Galow-Bergemann in Argumentationsblätter
für
eine
soziale
und
emanzipatorische
Bewegung
02/September 2007
Wir leben in einer Welt voll schreiender Widersprüche. Obwohl heute mit
weniger Arbeit denn je wesentlich mehr produziert wird
als früher, obwohl also die Voraussetzungen für die freie Entfaltung
für jedeN und ein gutes Leben für Alle noch nie so gut waren
wie heute – geht es immer mehr Menschen schlechter. Weltweit und
zunehmend auch in den so genannten reichen Ländern.
Obwohl das Wissen über die Zusammenhänge und Abläufe in Natur, Technik
und Gesellschaft noch nie so groß war wie heute, wachsen die
wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und technologischen
Bedrohungen. Viele versinken in Resignation und glauben, man kann ja eh
nichts machen. Aber viele andere fi nden sich nicht mit den Zuständen
ab und suchen nach Wegen aus der Krise. Das gibt Anlass zur Hoffnung,
auch wenn niemand „die Lösung“ in der Tasche hat. Wir übrigens auch
nicht. Wir glauben jedoch, dass es für das Vorankommen von
entscheidender Bedeutung ist, dass die Menschen, die sich auf den Weg
gemacht haben, gründlich die Verhältnisse unter die Lupe nehmen,
denen sie entkommen wollen. Dazu wollen wir Diskussionsbeiträge
liefern. Hier ist einer.
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Kapitaler Klimawandel
Andreas Exner/ Lothar Galow-Bergemann in
anti-atom-aktuell
Nr. 179, April 2007
Alle reden vom Wetter. Wer bei Klimawandel bis dato an vier
Jahreszeiten dachte, denkt jetzt schon mal an den Untergang der Welt.
Der jüngste UN-Bericht zum Klimawandel hat beachtliche Aufregung
verursacht. Nach Jahren postkatastrophischen Bewusstseins, wie es hieß,
das Umweltprobleme nicht beseitigen, sondern in Form von Umweltrisiken
managen wollte, vertieft sich nun ein Unbehagen, das der Risikodiskurs
augenscheinlich nur mehr schwer bearbeiten kann.
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Crashkurs
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Ein Flyer der Gruppe krisis, der kurz und knapp einige wesentliche
Aspekte der Krise beleuchtet.
http://www.krisis.org/wp-content/data/gruppe-krisis-flyer-zur-finanzkrise.pdf
Weltmarktbeben
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Norbert Trenkle über die tiefer liegenden Ursachen der
Finanzmarktkrise.
http://www.krisis.org/2008/weltmarktbeben/print
Fundamentaler Krisenprozess
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Was genau gerät da in die Krise und welchen Charakter hat sie? Ein
Text von Julian Bierwirth.
http://www.krisis.org/2009/fundamentaler-krisenprozess/print
Die Grenzen des Kapitalismus
Ein Buch von Andreas Exner, Christian Lauk und
Konstantin Kulterer
Manifest gegen die Arbeit
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Gesellschaftlicher Fortschritt heute heißt Aufhebung
der Arbeit
Ein Text von Lothar Galow-Bergemann
Die Krise der Arbeit und die Notwendigkeit ihrer Überwindung.
http://www.trend.infopartisan.net/trd7899/t437899.html
Gefangen in einer heilen Modellwelt
Peter Samol in krisis - Beiträge zur Kritik der
Warengesellschaft
Peter Samol über die Illusion der „Bekämpfung der
Massenarbeistlosigkeit qua richtiger Wirtschaftspolitik“ – in diesem
Falle verbreitet von Heiner Flassbeck und Friederike Spieker.
http://www.krisis.org/2008/gefangen-in-einer-heilen-modellwelt
Mythos Geld
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Andreas Exner entzaubert den Glauben, Geld sei „eigentlich“ eine
gute und notwendige Sache.
http://www.krisis.org/2006/mythos-geld-diskussionsanstoss
Geld ist genug da, doch das ist keine Lösung
Lothar Galow-Bergemann in Argumentationsblätter
für
eine
soziale und emanzipatorische Bewegung gegen "unsere Wirtschaft"
März 2006
Wir leben in einer Welt voll schreiender Widersprüche.
Obwohl heute mit weniger Arbeit
denn je wesentlich mehr produziert wird als
früher, obwohl also die Voraussetzungen für die freie
Entfaltung für jedeN und ein gutes Leben für Alle noch
nie so gut waren wie heute – geht es immer mehr
Menschen schlechter.
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Heuschrecken im Bauch
krisis - Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft
Lothar Galow-Bergemann über regressiven Antikapitalismus am Beispiel
der Linkspartei
http://www.krisis.org/2006/heuschrecken-im-bauch/print
Der Nächste bitte...
Bemerkungen zur aktuellen Durchkapitalisierung des Lebens am Beispiel
der Krankenhäuser
Lothar Galow-Bergemann in Streifzüge
30/2004
Was fällt jemandem ein, der zwar die Folgen seines
Tuns kommen sieht (oder doch wenigstens einige davon), aber trotzdem
felsenfest davon überzeugt ist, dass er “eigentlich” das Richtige tut?
Er kennt nur eine einzige Herausforderung: das Richtige muss auch
richtig “gemacht” werden. Alles erscheint nur noch als eine Frage des
“Handlings”. Schon immer hatten die Sachwalter des entfesselten Marktes
ein vermeintliches Zaubermittel parat, wenn sie mit den Problemen, die
ihnen ihr Libidoobjekt beschert hatte, nicht mehr weiter wussten. Sein
Name: Management.
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G und W.
Eine vertrackte Beziehungskiste
Lothar Galow-Bergemann: Überarbeitete
Fassung eines Diskussionsbeitrags auf dem Krisis-Seminar im Mai 2004
Wagen wir doch mal einen heimlichen Blick und schauen uns an, was da so
abgeht zwischen dem Gewerkschafter (wir wollen ihn praktischerweise G
nennen) und der Wertkritik (nennen wir sie W).
“Duuu”, flüstert W mit gekonntem Augenaufschlag, “also da ist was, was
ich Dir eigentlich schon immer sagen wollte. Du meinst ja bei jeder
Gelegenheit, Geld sei genug da und es sei nur falsch verteilt. Mein
Lieber, das ist ein bisschen naiv. So einfach ist die Welt nicht.”
G bleibt sonderbar zurückhaltend.
W schaut ihm tief in die Augen und flötet: “Du, da wär’ noch was. Deine
Auffassung, falsches Management und solche Sachen seien das Problem –
also das ist echt voll daneben. Du musst wissen, dass die Wirtschaft im
Grunde genommen gar nicht anders kann, als sie tut.”
G brummelt.
W wird mutiger: “Hör mal zu, Dein Glaube, eine andere Politik sei
möglich, ist auf Sand gebaut. Du nimmst die ökonomischen Realitäten
einfach nicht zur Kenntnis.”
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Der Finanzierungsvorbehalt für den Start ins Leben
Lothar Galow-Bergemann in Streifzüge
32/2004
Wie würden Sie sich fühlen? Nehmen Sie an, Sie sind Anfang 20. Sie
haben ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester fast hinter sich
gebracht. Langsam aber sicher geht es in den Endspurt ums Examen. Ein
bisschen Bammel gehört dazu, aber in der Hauptsache freuen Sie sich,
dass Sie jetzt bald Krankenschwester sind. Sie sind motiviert und
wollen loslegen.
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Selbst-Bewegung statt Auto-Mobi-lismus.
Zur Perspektive einer Bewegung gegen den Mobilis-Muss als
emanzipatorischer Praxis
Lothar Galow-Bergemann
2002
Dass nur noch die Gedanken frei seien und sonst nichts mehr, ist eine
Horrorvorstellung. Sollen Kritik und Analyse auf Dauer mehr bewirken,
als selbstgenügsame Insassen von Elfenbeintürmen mit Erkenntnis und
Gedankenfutter zu versorgen, so müssen sie immer wieder auf ihre
Tauglichkeit als Zugang zu Praxis erprobt werden.Wenn so viele Ansätze
mit emanzipatorischem Anspruch gescheitert sind und dies mit guten
Gründen, so gilt es, daraus lernend nach neuen Ansätzen zu suchen. Im
folgenden sollen zwei Thesen belegt werden.
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Der Krieg gegen die Juden
Exit - Krise und Kritik der Warengesellschaft
Warum sich die globale Öffentlichkeit in der ökonomischen Krise
gegen Israel wendet. Ein Text von Robert Kurz.
http://www.exit-online.org/druck.php?tabelle=aktuelles&posnr=343
Hinführendes zur Wertkritik
Fünf Thesen zu Kapitalismuskritik und Utopie
Lothar Galow-Bergemann Vortrag bei attac
2.3. 2002
Der Grundbaustein des Reichtums der Gesellschaft, in der wir leben, ist
die Ware (Marx). Jede Ware hat einen Wert. Während nun im Alltag aus
tausenderlei Gründen dem einen dies und der anderen jenes etwas “wert”
ist oder auch nicht, so handelt es sich beim Wert einer Ware um etwas
ganz anderes. Er ist keine natürliche Eigenschaft, sondern
gesellschaftlich hergestellt. Heute, wo ein Arbeiter mit Hilfe der
Technik pro Tag einhundert Armbanduhren und mehr herstellt, liegt der
Wert einer dieser Uhren weit unter dem früherer Zeiten, wo es allgemein
üblich war, daß ein Mensch – sagen wir – in zehn Tagen eine Armbanduhr
produziert hat.
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Die Wirtschaft ist nicht die Lösung, sondern das
Problem
Lothar Galow-Bergemann Rede zum
europaweiten autofreien Tag, 22. September 2001, in Stuttgart
Wer von uns kennt es nicht: da hast du lange und geduldig mit einem
Mitmenschen über all die Nachteile und schlimmen Folgen des
Automobilismus gesprochen. Dein Gegenüber hat immer nur genickt und
widerwillig zustimmend gebrummt. Doch plötzlich holt er zum
Befreiungsschlag aus und schleudert Dir das ultimative Argument
entgegen: es sind die Sprudelkästen, derentwegen mensch leider, leider
und natürlich vollkommen wider bessere Einsicht halt doch mit dem Auto
fahren muß.
Nun, wir waren heute unverschämt genug, auch diese letzte Bastion
automobiler Phantasielosigkeit zu stürmen. Wir haben für jeden sichtbar
demonstriert: es geht auch anders. Transport autofrei. Das ist nicht
nur machbar, das macht auch Spaß.
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Gesellschaftlicher Fortschritt heute heisst Aufhebung
der Arbeit
Lothar Galow-Bergemann Referat gehalten
am 10. Mai 1999 in Stuttgart zur Diskussionsveranstaltung “Hat die
Arbeit Zukunft?”
Wer was gegen die Arbeit hat ist entweder stinkreich oder stinkfaul.
Wer gar bezweifelt, daß die Arbeit unabdingbare Grundlage menschlicher
Existenz sei will uns sicher auch noch allen Ernstes erzählen, daß wir
auf die Luft zum Atmen verzichten könnten. So sagt es uns der gesunde
Menschenverstand des Alltagsbewußtseins. Und so sagt es auch die
traditionelle linke Sicht auf die Welt. Allerdings nicht, weil sie
recht hat, sondern weil traditionelles linkes Denken viel mehr mit dem
herrschenden Alltagsbewußtsein zu tun hat, als es selber weiß. Was zu
beweisen wäre.
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