Deutsche Zustände


Texte der Gruppe Emanzipation und Frieden.


Was ist Antiamerikanismus?

Als 2009 der Präsidentschaftswahlkampf in den USA auf seinem Höhepunkt war, hätte man den Eindruck gewinnen können, es gehe angesichts der guten Chancen Obamas, die sich später realisiert haben, aufwärts mit dem "deutsch-amerikanischen Verhältnis". Obama erschien als Anti-Bush, als ein Europäer im Weißen Haus, der nun endlich eine bessere, "europäischere" Politik machen würde. Darunter verstand man grob: weniger Krieg gegen den Terror, mehr Moral, mehr Kultur, mehr "Einpassung" in die Staaten-"Gemeinschaft", mehr Rücksicht auf die "Völker" der Erde. Denn irgendwie schien ja klar: Man hasst nicht Amerika, sondern nur amerikanische Politik.[...]

[Lesen sie hier den Flyer online: "Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit".]
[Flyer als pdf: "Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit".]

Erika Steinbach und kein Ende

Gegründet von alten Nazis 5 Jahre nach ihrer großen Niederlage spielt der
"Bund der Vertriebenen" bis heute eine besonders reaktionäre Rolle in der
deutschen Politik und Gesellschaft. Denn wer glaubt, der BdV sei nur eine
folkloristische Trachtengruppe, geht fehl. Die Selbstgerechtigkeit von
Steinbach&Co ist leider nicht von gestern, sondern topaktuell: Sie verträgt
sich gut mit der verbreiteten "Schlussstrich"-Mentalität: "Wir wollen nichts
mehr hören, lasst uns in Ruhe, wir wollen endlich eine ganz normale Nation
und stolz sein dürfen, Deutsche zu sein" - so schreit es aus der Volksseele.
[Lesen sie hier den Flyer "Wir deutschen Opfer sind die Guten".]

Lesen Sie hier den Aufruf zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer
der organisierten Deutschtümelei
, die am 5. August 2010 am
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart stattfand.
[Lesen Sie hier die Rede von Waldemar Grytz, Vorsitzender
der Naturfreunde Stuttgart]
[Lesen Sie hier die Rede von Lucius Teidelbaum,
Emanzipation und Frieden]

[Hören Sie hier] die Reden, gesendet in der Inforedaktion im Freien Radio
für Stuttgart

[Hören Sie hier] ein Interview mit Erich Später über den
Bund der Vertriebenen

Der Holocaust als Schieflösung der Krise und die Gefahr des Antisemitismus als Staatsdoktrin

Über Erinnerung & Trauer in Deutschland, den Antisemitsismus als Ideologie der Krise und die Gefahren des Antisemitismus als Staatsdoktrin.

[...] Der Holocaust ist die Folge eines bestimmten Konzeptes, die objektive Krise des Kapitalismus und die subjektive Krise des Individuums, die miteinander zusammenhängen, aufzulösen; mit einer Lösung im eigentlichen Sinne, mit Analyse und Behandlung hin zu gelungener Gesellschaftlichkeit und Individuation hat jenes Krisenlösungsmodell freilich nichts zu tun. [...] Der neue Antisemitismus ist ein anderer: er ist nicht trotz Auschwitz, sondern gerade wegen. Er zeigt sich nicht mehr offen, sondern versteckt, oftmals in Form von Antizionismus, also dem Hass auf Israel. [...] Besonders virulent und gefährlich - das ist spätestens seit dem Nationalsozialismus bekannt - ist der Antisemitismus da, wo er zur Staatsdoktrin erhoben wurde und wo seine Verfechter über die technischen Möglichkeiten verfügen oder alsbald verfügen können, die die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen & Juden und ihres Staates ermöglichen würde. Diese Bedingungen sind gegenwärtig im Iran erfüllt. [...]
Lesen [hier] die Langfassung der Rede.

Linkspartei entschuldigt sich für Plakat-Fehldruck!

Soeben ging ein Schreiben der Linkspartei bei uns ein, in dem es heißt: "Durch ein bedauerliches technisches Versagen in unserer Druckerei wurden unsere aktuellen Afghanistan-Plakate nur mit dem halben Slogan ausgedruckt. Leider haben einige dieser Plakate bereits den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. So konnte in der Öffentlichkeit teilweise ein falsches Bild über die Ziele unserer Afghanistan-Politik entstehen. Wir bedauern das außerordentlich und versprechen, dass wir sie schnellstmöglich gegen die richtigen Plakate umtauschen werden, die bereits im Druck sind. Anbei übersenden wir Ihnen vorab unser richtiges Afghanistan-Plakat mit der Bitte, es Ihrem Interessentenkreis umgehend bekannt zu machen. Wir möchten uns für das peinliche Versehen entschuldigen und an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, dass wir die Bevölkerung in Afghanistan und in Deutschland keineswegs im Unklaren über unsere Politik lassen wollen." Gerne kommen wir der Bitte der Linkspartei nach.


Die korrigierte Plakatversion im PDF-Format finden Sie [hier].