Deutsche Zustände
Texte der Gruppe Emanzipation und Frieden.
Was ist Antiamerikanismus?
Anmerkungen zur grassierenden Selbstgerechtigkeit. Flugschrift, Juli 2011
Als 2009 der Präsidentschaftswahlkampf in den USA auf seinem Höhepunkt war, hätte man den Eindruck gewinnen können, es gehe angesichts der guten Chancen Obamas, die sich später realisiert haben, aufwärts mit dem "deutsch-amerikanischen Verhältnis". Obama erschien als Anti-Bush, als ein Europäer im Weißen Haus, der nun endlich eine bessere, "europäischere" Politik machen würde. Darunter verstand man grob: weniger Krieg gegen den Terror, mehr Moral, mehr Kultur, mehr "Einpassung" in die Staaten-"Gemeinschaft", mehr Rücksicht auf die "Völker" der Erde. Denn irgendwie schien ja klar: Man hasst nicht Amerika, sondern nur amerikanische Politik.[...]
[Lesen sie hier den Flyer online: "Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit".]
[Flyer als pdf: "Was ist Antiamerikanismus. Anmerkungen zur grassierenden Selbstgegerechtigkeit".]
Erika Steinbach und kein Ende
Wie der "Bund der Vertriebenen" die Brücke zwischen Nazi-Großvätern und
aktueller deutscher Selbstgerechtigkeit schlägt
Gegründet von alten Nazis 5 Jahre nach ihrer großen
Niederlage spielt der
"Bund der Vertriebenen" bis heute eine besonders reaktionäre Rolle in
der
deutschen Politik und Gesellschaft. Denn wer glaubt, der BdV sei nur
eine
folkloristische Trachtengruppe, geht fehl. Die Selbstgerechtigkeit von
Steinbach&Co ist leider nicht von gestern, sondern topaktuell: Sie
verträgt
sich gut mit der verbreiteten "Schlussstrich"-Mentalität: "Wir wollen
nichts
mehr hören, lasst uns in Ruhe, wir wollen endlich eine ganz normale
Nation
und stolz sein dürfen, Deutsche zu sein" - so schreit es aus der
Volksseele.
[Lesen
sie hier den Flyer "Wir deutschen Opfer sind die Guten".]
Lesen
Sie
hier
den Aufruf zu einer Gedenkveranstaltung
für
die
Opfer
der organisierten Deutschtümelei,
die
am
5. August 2010 am
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart stattfand.
[Lesen
Sie hier die Rede von Waldemar Grytz,
Vorsitzender
der Naturfreunde Stuttgart]
[Lesen
Sie
hier
die Rede von Lucius
Teidelbaum,
Emanzipation und Frieden]
[Hören
Sie
hier] die Reden, gesendet in der Inforedaktion im Freien Radio
für Stuttgart
[Hören
Sie hier] ein Interview mit
Erich
Später über den
Bund der Vertriebenen
Der Holocaust als Schieflösung der Krise und die
Gefahr des Antisemitismus als Staatsdoktrin
Rede von Markus Mersault für Emanzipation und Frieden
zuminternationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2010
Über Erinnerung & Trauer in Deutschland, den
Antisemitsismus als Ideologie der Krise und die Gefahren des
Antisemitismus als Staatsdoktrin.
[...] Der Holocaust ist die Folge eines bestimmten Konzeptes, die
objektive Krise des Kapitalismus und die subjektive Krise des
Individuums, die miteinander zusammenhängen, aufzulösen; mit einer
Lösung im eigentlichen Sinne, mit Analyse und Behandlung hin zu
gelungener Gesellschaftlichkeit und Individuation hat jenes
Krisenlösungsmodell freilich nichts zu tun. [...] Der neue
Antisemitismus ist ein anderer: er ist nicht trotz Auschwitz, sondern
gerade wegen. Er zeigt sich nicht mehr offen, sondern versteckt,
oftmals in Form von Antizionismus, also dem Hass auf Israel. [...]
Besonders virulent und gefährlich - das ist spätestens seit dem
Nationalsozialismus bekannt - ist der Antisemitismus da, wo er zur
Staatsdoktrin erhoben wurde und wo seine Verfechter über die
technischen Möglichkeiten verfügen oder alsbald verfügen können, die
die massenhafte Vernichtung von Jüdinnen & Juden und ihres Staates
ermöglichen würde. Diese Bedingungen sind gegenwärtig im Iran erfüllt.
[...]
Lesen
[hier]
die Langfassung der Rede.
Linkspartei entschuldigt sich für Plakat-Fehldruck!
Eine kleine Polemik zur Linkspartei
Soeben ging ein Schreiben der Linkspartei bei uns ein, in dem es
heißt: "Durch ein bedauerliches technisches Versagen in unserer
Druckerei wurden unsere aktuellen Afghanistan-Plakate nur mit dem
halben Slogan ausgedruckt. Leider haben einige dieser Plakate bereits
den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. So konnte in der Öffentlichkeit
teilweise ein falsches Bild über die Ziele unserer Afghanistan-Politik
entstehen. Wir bedauern das außerordentlich und versprechen, dass wir
sie schnellstmöglich gegen die richtigen Plakate umtauschen werden, die
bereits im Druck sind. Anbei übersenden wir Ihnen vorab unser richtiges
Afghanistan-Plakat mit der Bitte, es Ihrem Interessentenkreis umgehend
bekannt zu machen. Wir möchten uns für das peinliche Versehen
entschuldigen und an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen,
dass wir die Bevölkerung in Afghanistan und in Deutschland keineswegs
im Unklaren über unsere Politik lassen wollen." Gerne kommen wir der
Bitte der Linkspartei nach.
Die korrigierte Plakatversion im PDF-Format finden Sie
[hier].
